Wrangelkiez und Reichenberger Kiez

Netzwerkstelle im Wrangelkiez

Die Netzwerkstelle begleitet und fördert schwerpunktmäßig Netzwerke und Initiativen aktiver Nachbar*innen  und sozialer Projekte im Wrangelkiez und versucht diese mit dem Reichenberger Kiez zu verknüpfen.

Das Bildungsnetzwerk „Wrangelkiez macht Schule“, der Nachbarschaftsverein „WrangelkiezRat“ und die Anti-Gentrifizierungs-Initiative „Bizim Kiez“ sind ebenso wichtige Akteure in diesen Netzwerken wie die Kooperationspartner Bezirk, Lehre und Forschung und nicht zuletzt die Fördergeber*innen.

Dabei orientiert sich die Arbeit an den akuten Themen der Nachbarschaft – dazu zählen unter anderem: allen zugängliche Bildungsgelegenheiten, Möglichkeiten den Konsequenzen von Verdrängung und Touristifizierung im Kiez aktiv zu begegnen, Gelegenheiten zu nachbarschaftlichen Begegnungen und die gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Raum, sichere und gesunde Bewegungsmöglichkeiten im Kiez.

Diese Themen betreffen die gesamte Nachbarschaft – besonders aber auch Familien und Kinder. Deshalb ist die Arbeit der Netzwerkstelle eng mit dem Familien- und Nachbarschaftszentrum und dessen Angeboten verzahnt. Im Team mit der Stadtteilarbeit im Reichenberger Kiez werden Akteure auf beiden Seiten des Görlitzer Parks darin unterstütz als Nachbar*innen öffentlich hörbar zu werden und ihren Kiez mitzugestalten. Gemeinsame Feste und Veranstaltungen wie das Familienfest im Görlitzer Park werden als positive Nachbarschaftserfahrung ebenfalls im Rahmen dieser Arbeit organisiert.

Kontakt: netzwerkstelle@pfh-berlin.de
Tel: 0151 – 50843388

Mobile Stadtteilarbeit – Gemeinwesenarbeit Reichenberger Kiez

Nach dem Auslaufen des EFRE Projekts „Der Görlitzer Park – unsere Brücke zwischen dem Wrangel- und dem Reichenberger Kiez“ wird ab 01. Juli 2022 die (mobile) Stadtteil- und Gemeinwesen Arbeit im Reichenberger Kiez über das Projekt „Mobile Stadtteilarbeit mehr Begegnung und Austausch – mehr Engagement und Teilhabe“ des VskA finanziert.

Das Projekt „Mobile Stadtteilarbeit“ wurde vom Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA) beantragt und wird aus Mitteln des EU-REACT – Programms als Teil der Reaktion auf die Covid-19 Pandemie gefördert. Der VskA übernimmt in einem Dachprojekt die Koordination der Teilprojekte. Sie sollen sich gleichmäßig über die Bezirke verteilen und gerade die Sozialräume, in denen Vereinsamungstendenzen und Anonymisierung besonders stark zu beobachten sind, sollen mit den Angeboten des Projekts versorgt werden.

Weitere Infos zu allen Berliner Projekten gibt es unter www.stadtteilzentren-mobil.de

Die Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit im Reichenberger Kiez agiert seit 2016 zielgruppen- und themenübergreifend und ist aufgrund der räumlichen Gegebenheiten mobil bzw. aufsuchend ausgerichtet. Alle Menschen, Gruppen, Initiativen, Projekte und Einrichtungen werden durch die Stadtteilarbeit dort erreicht wo sie aktiv sind. Sie werden nach Bedarf miteinander vernetzt. Dabei richtet sich die Arbeit nach den Bedarfen von „unten“ – aus dem Kiez. Darauf aufbauend werden im 12-monatigen MoSt-Projekt (von 01.07.2022 bis 30.06.2023) die Folgen der Pandemie und ihre Auswirkungen auf die unterschiedlich vulnerablen Bevölkerungsgruppen im Reichenberger Kiez  besonders in den Blick genommen. Die daraus resultierenden Bedarfe und Zielgruppen sollen analysiert und mit passgenauer Gemeinwesenarbeit adressiert werden. Die vorhandenen Akteur:innen werden eingebunden sowie strukturell und konzeptionell vernetzt.

Das Projekt verfolgt vor allem das Ziel, zentrale Themen, die die Menschen in den Kiezen bewegen zu identifizieren und dabei zu unterstützen diese Themen gemeinsam anzugehen, um zur Verbesserung der Lebenssituation  beizutragen.

Aufwertung und Verdrängung sind seit längerem die größte Belastung und verändern seit Jahren wichtige soziale Kiezstrukturen. Kündigungen, extreme Mieterhöhungen und Zwangsräumungen betreffen nicht nur Mieter*innen und Mieter, sondern auch Gewerbe und soziale Einrichtungen. Es gibt viele engagierte, kreative und solidarische Menschen, die sich dem wiedersetzen, damit die nachbarschaftlichen Unterstützungsstrukturen erhalten bleiben. Diese solidarischen Menschen und Orte sind für neuankommende ebenso wie für langjährig im Kiez lebende oder arbeitende Meschen von großer Bedeutung, nicht zuletzt um die Folgen der Corona-Pandemie und des Angriffskriegs in der Ukraine gemeinschaftlich zu bewältigen.

Andere Themen sind beispielsweise eine sichere Verkehrssituation oder die Nutzung und Entwicklung von Freiräumen. Durch die Schaffung von vielfältigen Begegnungsräumen und durch die aufsuchende Gemeinwesenarbeit gibt es Beratungs- und Vernetzungs-Möglichkeiten. Es geht darum, dass Menschen aus den Kiezen zusammenkommen, voneinander erfahren und Zusammenhalt gestärkt werden kann: Veranstaltungen wie Kiezfeste und -märkte, die Vernetzung von Einrichtungen, Projekten und Initiativen, die Unterstützung einzelner Vorhaben und Gruppen werden durch ein mobiles Team und mit Methoden der Gemeinwesenarbeit organisiert.

Kontakt: gohlke@pfh-berlin.de